
Hürtgenwald, eine Gemeinde ganz in der Nähe der belgischen Grenze. Hier brennt vor knapp zwei Wochen der Hürtgenwald - es ist laut WDR der größte Waldbrand in NRW, seit Daten dazu erfasst werden. Dutzende Helfende sind im Einsatz - darunter auch "genau 43 Menschen" aus dem KV Jülich, sagt Julia von Krüchten. Die Helferin des Führungstrupps hat die Ereignisse zum Waldbrand im drkserver angelegt und minutengenau ausgewertet.
"Ich habe für jeden Tag einen Tagdienst und einen Nachtdienst angelegt", sagt Julia. Sie konnte während der Waldbrandlage sehen, wer gerade im Einsatz ist. Das geht mit dem EM Dashboard.
Und natürlich dank der Tatsache, dass direkt vor Ort registriert wurde. "Das ist mit der "DRK Hier!"-App ja richtig einfach geworden", sagt Julia.
Nicht immer hätten alle Einsatzkräfte ihr Smartphone parat gehabt. "Nachregistrierung am PC haben wir in Ausnahmefällen gemacht", sagt Carsten Hinz, Zugführer im KV Jülich.
Wenn ein Dienst beendet war, hat Julia das Ereignis im drkserver sehr zeitnah abgeschlossen. Hilfreich bei Anfragen der Presse. Denn: Wenn die Ereignisse abgeschlossen sind, ”ist das easypeasy die schon geleisteten Einsatzstunden rauszukriegen", sagt Julia.

Praktisch: Schon jetzt, wenige Tage nach Ende der Waldbrand-Lage im Hürtgenwald, hat der KV Jülich die Daten für den Jahresabschlussbericht parat.
Noch wichtiger ist im Moment aber die Bescheinigung für die Arbeitgeber der Helfenden. Es gehe jetzt darum, dass die DRK-Helfenden ihren Verdienstausfall erstattet bekommen. Carsten und Julia sorgen dafür, dass bei jeder Helferin und jedem Helfer klar ist, wie viele Stunden sie oder er im Einsatz war. Das ermitteln sie mit dem drkserver.
Diese Infos gehen an das Amt für Bevölkerungsschutz, "um notwendige Bescheinigungen zu bekommen für die Zahlung des Verdienstausfalls", sagt Carsten. Und das kaum zwei Wochen nach der ersten Alarmierung.
Für Carsten hat der drkserver in einer Krisenlage wie jüngst noch weitere Vorteile: "Kontaktdatenpflege, E-Mail-Versand, Terminüberwachung, Planbarkeit auch mit weiteren Organisationen", zählt er auf.
Unter dem Strich sind rund um den Brand des Hürtgenwaldes noch weitaus mehr Einsatzstunden zusammengekommen - im drkserver und im wahren Einsatzleben. Auch die DRK-Kreisverbände Düren, Rhein-Erft, Krefeld und Leverkusen haben Einsätze rund um den Brand im drkserver angelegt.
Wie viele Stunden, lässt sich momentan noch nicht genau ermitteln, weil nicht alle Gliederungen so konsequent waren mit dem Abschließen der Ereignisse wie Julia im KV Jülich. Denn nur beendete Ereignisse liefern wirklich verlässliche Einsatzstunden.
Aktiv im drkserver waren auch andere Gliederungen bei oder nach Waldbränden. Sie haben ihre Einsätze ganz unterschiedlich benannt. Beim Waldbrand bei Rechtenbach war die bayerische Gemeinschaft Lohr am Main im Einsatz. Sie hat Einsätze für Rettungsdienstunterstützung, Information und Kommunikation sowie Technik und Sicherheit angelegt. Im saarländischen Kreisverband St. Wendel liefen alle Waldbrand-Ereignisse als "Einsatz in der Gefahrenabwehr". Der OV Herdorf in Rheinland-Pfalz hat Verpflegungseinsätze rund um den Waldbrand im Gebhardshain dokumentiert.
Insgesamt sind im drkserver mehr als 100 Waldbrand-Ereignisse in 9 Landesverbänden dokumentiert.