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drkserver an bundesweiter Krisenmanagement-Übung beteiligt

Hitze und Dürre und es hört einfach nicht auf. 45 Grad, seit Tagen. Für das gesamte DRK eine riesige Herausforderung. Eine von vielen Folgen: Das Führungs- und Lagezentrum des DRK wird aktiviert. Ein Übungsszenario. Das läuft noch bis zum 6. November. Der drkserver ist erstmals Teil davon.

Lükex: Die Krise üben

Das DRK beteiligt sich aktuell an einer bundesweiten Krisenmanagementübung. Sie heißt Lükex 26. 13 Landesverbände, der Verband der Schwesternschaften und weitere Organisationen proben, worauf sie sich bei einer lang anhaltenden Dürrephase gefasst machen müssen. Sie proben, wie Informationen zusammengeführt, Entwicklungen bewertet und Unterstützungsbedarfe über die Verbandsgrenzen hinweg koordiniert werden können.

Foto: DRK / Sven Volland
Jonas Göbel (2. v. l.) erläutert im Führungs- und Lagezentrum Daten, die der drkserver liefert. Sie sind anschließend so aufbereitet worden, dass sie eine deutschlandweite Übersicht liefern.

drkserver wirkt mit

Der drkserver spielt dabei erstmals auch im Führungs- und Lagezentrum (FüLZ) in Berlin eine Rolle. Hier lernen die FüLZ-Mitwirkenden wesentliche Teile des drkservers kennen. "Mitwirkende im Krisenstab können sein Potential ausschöpfen, wenn sie die für den Einsatz wichtigen Funktionen kennen und bedienen können", sagt Sven Volland, Stabsstellenleiter drkserver.

Das drkserver-Team hat Info-Häppchen entwickelt, die sich an den Aufgaben orientieren, die es im FüLZ gibt - zum Beispiel "Koordination und Maßnahmen", "Versorgung und Logistik" oder "Presse- und Medienarbeit". So können die Übenden sich nebenbei fitmachen und haben vor Ort auch einen direkten drkserver-Ansprechpartner.

Dashboard

"Mit dem EM Dashboard können wir zum Beispiel sehen, wie viele Einsatzkräfte jetzt gerade im Einsatz sind, wenn die Ereignisse alle dasselbe Stichwort haben", erläutert Jonas Göbel vom drkserver-Team.

FüLZ sucht und findet

Jonas nennt ein weiteres Beispiel: "Wenn im FüLZ ein spezielles Trinkwasserfahrzeug gesucht wird, kann man das über den drkserver machen. In der Akte des Fahrzeugs steht, wer zuständig ist. Das FüLZ kann diese Person dann anrufen und sich weiter abstimmen." Es geht also auch um Vernetzung von Daten, um im Krisenfall möglichst vor der Lage zu bleiben. Das geht natürlich nur dann, wenn die Daten auch gepflegt sind. 

"Es kommt auf jede und jeden an"

"Es kommt also auf jede und jeden einzelnen an letzten Endes", sagt Sven Volland. Er hat da nicht nur Fahrzeuge und die Bereitschaften im Blick. Denn auch Helfende etwa im Bereich Psychosozialer Notfallversorgung, Wohlfahrts- und Sozialarbeit und Verpflegung, sind bei einer länger andauernden Krise unabdingbar. "Wer das eigene Potential im drkserver erfasst hat, kann im Fall der Fälle eine große Hilfe sein", sagt Sven.

Nach der Lükex

Nach der Lükex-Übung werten die Beteiligen aus, inwiefern der drkserver geholfen hat, wo Daten fehlten und welche Abläufe - auch außerhalb des drkservers - sich verbessern lassen. Die nächste Lükex soll im Jahr 2028 stattfinden.