Einmal im Monat lädt Frank Interessierte zu einem Online-Meeting ein. Jetzt startet er nach einer Sommerpause wieder mit "Offener Raum drkserver". Kurz und knapp soll es sein. "60 bis 90 Minuten nehmen wir uns, wir wollen uns ja nicht totquatschen", sagt Frank lachend.
Seine Zielgruppe ist groß: Egal ob Helfer*in oder drkserver-Admin - Frank, selbst Admin, möchte Menschen zusammenbringen, die Fragen zum drkserver haben. Es geht ihm nicht darum Probleme zu wälzen, sondern darum Lösungen zu zeigen. "Jemand wollte einen bestimmten Filter haben, den haben wir dann gebaut. Und dann hat die Person den Filter ausprobiert und festgestellt, dass in seinem Ortsverein noch Leute von 1940 waren, die es längst nicht mehr gibt", sagt Frank.
Oder der Teilnehmer, der Ereignisse in ganz Deutschland auf den Dienstweg geschickt hatte. Weil er meinte, das müsse so. "Wenn ich bei so einem Treffen nur einer Person helfe, habe ich mein Ziel erreicht", sagt Frank.
Er freut sich auch über Teilnehmende, die "einfach so" dabei sind. "Oft trauen sich Leute nicht bestimmte Themen anzusprechen. Die hören nur zu", sagt Frank. "Sie lernen trotzdem von anderen, die die Fragen stellen."

Zur Idee des "Offenen Raum drkserver" hat ihn sein Beruf als Bautechniker inspiriert. In der Firma gebe es eine eigene IT-Abteilung für Maschinenprogramme. Die Liste der Fragen dazu sei lang. Deswegen habe die IT eine Art Sprechstunde ins Leben gerufen.
Diese Idee hat Frank im Frühjahr ins Ehrenamt und auf den drkserver übertragen. Ein volles Wartezimmer wie beim Doktor möchte er aber nicht. "Ich würde bis etwa 25 Teilnehmende aufnehmen, sonst wird es zu voll", sagt er. In den ersten Ausgaben seit Februar waren zunächst etwa fünf Menschen dabei, zuletzt etwa zehn.
Im Vorfeld hilft Frank der drkserver: Den “Offenen drkserver” legt Frank im drkserver an und lädt die Aktiven in "seinem" Kreisverband Saarbrücken dazu ein. Der Link zum Meetingraum ist in den Basisdaten des Ereignisses als Ereignisort hinterlegt.
"Wenn mich jemand anfragt, der die Einladung nicht bekommen hat, lasse ich den Link zukommen", sagt Frank. Außerdem bittet er die Bereitschaftsleitungen den Termin vor Ort bekannt zu machen.
Im Frühjahr 2027 - ein Jahr nach dem Start von "Offener Raum drkserver"- will Frank Schneider eine erste Bilanz ziehen. Seine Erfahrungen möchte er spätestens dann auch mit dem Landesverband Saarland teilen.
Auch außerhalb des Saarlands möchte Frank sein Wissen teilen. Zum Beispiel mit dir, liebe*r Leser*in: Wenn du bei einer Ausgabe des “Offenen Raum drkserver” dabei sein willst oder auch so eine Veranstaltung ins Leben rufen willst, dann wende dich per Mail an Frank. Er hilft dir bei den ersten Schritten.